Berlin (dpa) - Kein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsfeier in der Firma. Dass so etwas gefährlich werden kann, erleben die Personen in der Erzählung "Zyankali vom Weihnachtsmann" des amerikanischen Kriminalschriftstellers Rex Stout (1886-1975).

Archie, der Assistent des legendären Privatdetektivs Nero Wolfe, ist in der New Yorker Firma einer Freundin eingeladen. Kaum hat die Party begonnen, endet sie dramatisch. Der Gastgeber hat gerade einen Trinkspruch auf Weihnachten ausgebracht, als er zusammenbricht und sofort stirbt. Besonders verdächtig: Der als Weihnachtsmann verkleidete Barkeeper ist verschwunden. Archie versucht, cleverer zu sein als die herbeigerufene Polizei, aber erst einmal kommt auch er nicht weiter. Erst als sein Chef die Angelegenheit in die Hand nimmt, wird der Fall gelöst.

Der schwergewichtige Nero Wolfe, Held Dutzender Krimis, beweist wieder einmal seine besondere Fähigkeit, wie Sherlock Holmes auch aus den kleinsten Details die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der kurze Roman erschien erstmals 1957. Neben dem Krimipuzzle bekommen die Leser in dem neu übersetzten Text auch einen unverfälschten Blick auf gesellschaftliche Konventionen und Vorurteile der 50er Jahre präsentiert. Spannend und unterhaltsam.

Rex Stout: Zyankali vom Weihnachtsmann. Ein Fall für Nero Wolfe. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart, 136 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-608-96411-0.

Zyankali vom Weihnachtsmann