München (dpa) - Im Südwesten von Texas, nahe der Grenze zu Mexiko, liegt das Revier von Sheriff Hackberry Holland, den James Lee Burke schon in mehreren Romanen für Recht und Ordnung hat sorgen lassen.

Zu Beginn von Burkes neuem Roman Glut und Asche beobachtet ein Zeuge zufällig einen Mord, dessen Opfer als Mitarbeiter der Drogenbehörde identifiziert wird. Bei seinen Ermittlungen wird Holland tief in eine Welt aus Gewalt hineingezogen, die fast nur von Verrückten bewohnt scheint. Ein Geistlicher, der mehr auf seine Waffe als auf die Bibel vertraut, und ein psychopathischer Söldner sind zwei typische Bewohner dieser dunklen Welt. Sogar der Preacher Jack Collins, der Oberschurke aus Burkes Vorgängerroman Regengötter, findet hier wieder seinen Platz.

Viel Gewalt in einer überwältigenden Natur ist das zentrale Merkmal von Burkes literarischer Welt. Für die reine Handlung sind 700 Seiten zu viele, aber angesichts der ganzen Wucht der Erzählung ist Glut und Asche ein rundum gelungener Roman.

- James Lee Burke: Glut und Ache. Wilhelm Heyne Verlag, München, 696 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3-453-67680-0.