Berlin (dpa) – Einen ungewöhnlichen Verlauf nimmt die Recherchereise eines jungen Journalisten in Veit Etzolds Thriller Todesdeal. Kaum ist er im Grenzgebiet von Kongo und Ruanda angekommen, von wo er über Berggorillas berichten will, wird er entführt. Er wird zwar von einer Geschäftsfrau freigekauft, aber nicht aus humanitären Motiven.

Er merkt bald, dass auch er nur eine kleine Figur ist im gefährlichen Wettkampf um die begehrten afrikanischen Rohstoffe, die für Computer und Handys unverzichtbar sind. Mächtige internationale Investoren und Waffenhändler bekämpfen einander und machen örtliche Kriegsherren zu ihren Werkzeugen. Etzold verknüpft die Gefahr für die einzelnen Personen geschickt mit den geopolitischen und wirtschaftlichen Themen, die nicht nur den Hintergrund liefern, sondern das Schicksal der Menschen direkt beeinflussen.

Veit Etzold: Todesdeal. Droemer Tschenbuch, München, 470 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-30434-1