Berlin (dpa) - Vorbilder für Anthony Horowitz' neues Buch sind ganz offenkundig Sherlock Holmes und Dr. Watson von Arthur Conan Doyle. Ein allwissender Detektiv, ein etwas ratloser Biograf und ein kniffeliger Fall, aus solchen Zutaten werden wunderbare Kriminalromane geschrieben. Und das ist "Ein perfider Plan" zweifellos.

Etwas kann nicht stimmen, wenn eine reiche Frau wie Diana Cowper nur wenige Stunden vor ihrer selbst geplanten Beerdigung ermordet wird. Daniel Hawthorne, beratender Ermittler der Polizei, stellt Nachforschungen an. Er wendet sich an den Schriftsteller Anthony Horowitz, der ihm assistieren und über seine Arbeit auch ein Buch schreiben soll.

Das ungleiche Gespann entdeckt, dass die Tote eine dunkle Vergangenheit hat. Als ihr Sohn ebenfalls ermordet wird, ist die Tragödie komplett. Horowitz reiht sich in die Tradition von Dr. Watson ein, indem er als fiktiver Ich-Erzähler eine Person der Geschichte wird. Durch diesen literarischen Kniff schafft er eine überzeugende Hommage an den größten Detektiv der Weltliteratur.

Anthony Horowitz: Ein perfider Plan, Insel Verlag, Berlin, 363 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-458-17782-1

Ein perfider Plan

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