Meßkirch (dpa) - Wien, glanzvolle Hauptstadt der Donaumonarchie, hat auch ihre Schattenseiten. Hieronymus Holstein wacht in einem der Armenviertel in einem üblen Etablissement auf, neben sich eine grauenvoll zugerichtete Frauenleiche.

Hieronymus kann sich an nichts mehr erinnern, auch die Tote ist ihm völlig unbekannt. Panisch ergreift er die Flucht. Für die Polizei ist er der Täter, überall hängt sein Steckbrief aus. Es kommt noch schlimmer, denn zwei weitere zerstückelte Frauenleichen werden gefunden, die ebenfalls Hieronymus in die Schuhe geschoben werden. Da ihm niemand glaubt, macht er sich mit seinem Freund Franz auf die Suche nach dem wahren Mörder.

Bastian Zachs Krimidebüt "Donaumelodien - Praterblut" führt in die Elendsquartiere Wiens des Jahres 1876. Die Menschen sind mit ihren Problemen und Sorgen sehr lebensecht gestaltet. Die Hauptfiguren wirken daher authentisch und sympathisch. Die Handlung ist dramaturgisch geschickt aufgebaut und erzählerisch sehr unterhaltsam.

- Bastian Zach: Donaumelodien - Praterblut, Gmeiner Verlag, Meßkirch, 256 Seiten, 13,50 Euro, ISBN 978-3-8392-2650-6.

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