Berlin (dpa) - Bestseller-Autorin Charlotte Link (55, "Die Rosenzüchterin") ist bei ihrem neuen Buch sehr penibel mit Fahrplänen gewesen. "Bei "Die Suche" gab es nicht so viel zu recherchieren, da die Geschichte sehr im Privaten spielt, auch der Täter handelt aus privaten Motiven", sagte die Autorin dem "Hamburger Abendblatt".

"Da liegt die Recherche eher in den Örtlichkeiten, zum Beispiel in der Frage, wo und wann die Züge fahren, wo sich eine Bushaltestelle befindet." Dass das Buch in England angesiedelt ist, spiele da keine Rolle: "Es gibt Leser, die so etwas überprüfen und sich sehr aufregen, wenn es nicht stimmt." Es gebe aber auch einen anderen positiven Effekt, so Link: "Ich recherchiere diese Dinge vor allem, weil es mir beim Entwickeln eines Stoffs hilft, wenn ich ein paar Rahmenbedingungen habe, eine Art Struktur. Es gibt mir ein Gerüst, wenn ich genau weiß, wann der Zug fährt. Es erdet meine Gedanken."

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