Erfurt (dpa) - Die Zuschauerplätze in Thüringens Theater- und Orchesterhäusern werden bis Ende März leer bleiben.

Am Freitag verständigten sich Träger, Intendantinnen und Intendanten sowie die Geschäftsführerinnen der Verbände der freien Theaterszene mit der Staatskanzlei darauf, den Spielbetrieb weiter ruhen zu lassen. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie sei nichts anderes möglich, sagte Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) nach der Telefonschalte mit den Theater- und Orchestervertretern.

Um Kontakte und somit mögliche Übertragungen des Virus am Arbeitsplatz zu vermeiden, würden die Häuser zudem den Probebetrieb und andere Abläufe soweit wie möglich herunterfahren.

Überlegungen stünden im Raum, dafür ein geballtes Programm in den wärmeren Monaten anzubieten, sagte Hoff und sprach von "einer Art Thüringer Kultursommer". Denkbar wäre es, Urlaube zu verschieben, oder zu verkürzen, um etwa für die Spielzeit geplante Stücke und Konzerte aufzuführen - sofern etwa die Betriebsräte damit einverstanden seien. Ein nächstes Gespräch mit den Intendantinnen und Intendanten plant Hoff für Mitte Februar.

Auch andere Bundesländer und Städte haben bereits angekündigt, ihre Theater noch länger geschlossen zu lassen, Berlin und Hessen etwa bis Ostern. Die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart planen eine Schließzeit bis Ende März, auch in Dresden sollen Semperoper und Staatsschauspiel so lange geschlossen bleiben.

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