Ballstädt-Verfahren: Bewährungsstrafen gefordert

Von dpa 05.07.2021, 11:13
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Erfurt - Im Prozess wegen eines mutmaßlich rechtsextremen Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft im thüringischen Ballstädt hat die Staatsanwaltschaft für sieben der elf Angeklagten Bewährungsstrafen in Höhe von einem Jahr und zwei Monaten gefordert. Sie hätten sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der zuständige Staatsanwalt, Hannes Grünseisen, am Montag am Landgericht Erfurt. Für den Hauptangeklagten forderte er eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Für einen weiteren Angeklagten verlangte er ebenfalls eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren, die aber als Gesamtfreiheitsstrafe unter Einbeziehung eines anderen Gerichtsurteils gebildet werden solle.

Die in dem Prozess Angeklagten sollen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft im Februar 2014 eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt (Landkreis Gotha) brutal überfallen haben. Sie alle haben ihre Beteiligung an der Tat inzwischen gestanden. Sie werden der rechtsextremen Szene zugeordnet. Das erste Urteil des Landgerichts Erfurt von 2017 wurde 2020 vom Bundesgerichtshof gekippt. Deshalb muss nun eine andere Kammer erneut über die Angeklagten urteilen.