Berliner Club sagt nach Rassismus-Vorwürfen Partys ab

Von dpa
Die farbig beleuchtete Discokugel dreht sich über der Tanzfläche.
Die farbig beleuchtete Discokugel dreht sich über der Tanzfläche. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Berlin - Der Berliner Club „Revier Südost“ hat nach Rassismus-Vorwürfen alle für dieses Wochenende geplanten Partys abgesagt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Vorfall aufzuklären, und wollen uns dafür Zeit nehmen“, sagte eine Sprecherin des Clubs am Freitag. Ein Gast hatte in dieser Woche ein Video bei Instagram veröffentlicht, in dem er Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Clubs in Niederschöneweide erhebt. Diese hätten ihn aufgrund seiner Hautfarbe anders behandelt als weitere Gäste und ihn nur spärlich bekleidet aus dem Club geworfen.

Die Betreiber des „Revier Südost“ hatten zunächst ein Statement veröffentlicht und kurz darauf das Wochenendprogramm abgesagt. In der kommenden Woche wollen sich die Betreiber mit dem Gast treffen. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst“, sagte die Sprecherin. Diskriminierung, Rassismus, Homophobie, Transphobie und Queerphobie hätten in dem Club keinen Platz. Es sei der erste Vorwurf dieser Art. Die betroffenen Mitarbeiter, die an dem Vorfall beteiligt gewesen seien, seien von der Arbeit freigestellt worden, hieß es.

Das „Revier Südost“ ist auf dem Gelände der ehemaligen Bärenquell-Brauerei untergebracht. Geleitet wird der Club von den Betreibern der „Griessmühle“, einem ehemaligen Techno-Club in Neukölln, der im vergangenen Jahr schließen musste. In dem Club wurde Mitte Juni ein Corona-Pilotprojekt durchgeführt.