Beschäftigte des Einzelhandels im Warnstreik

Von dpa
Ein Beschäftigter der Möbelhauskette Ikea steht mit einem Stoffelch bei einem Streik vor der Ikea-Filiale am Expopark in Laatzen.
Ein Beschäftigter der Möbelhauskette Ikea steht mit einem Stoffelch bei einem Streik vor der Ikea-Filiale am Expopark in Laatzen. Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Berlin - Beschäftigte des Berliner und Brandenburger Einzelhandels haben rund eine Woche vor der geplanten zweiten Tarifrunde ihre Arbeit niedergelegt. Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.

Seit 4.00 Uhr streiken erste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Betrieben, ab 10.00 Uhr seien viele von ihnen am Breitscheidplatz versammelt, sagte eine Sprecherin am frühen Freitagmorgen.

Betroffen sein sollen die Handelsketten Rewe, Edeka, Kaufland, Penny sowie Ikea.

Verdi fordert für Zehntausende Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Lagerbeschäftigte in Berlin und Brandenburg 4,5 Prozent mehr Geld, außerdem 45 Euro zusätzlich pro Monat. In der Branche soll außerdem ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde gelten.

Die Arbeitgeberseite wies das Forderungspaket in der ersten Verhandlungsrunde als zu hoch zurück. Allein Berliner Einzelhändler müssten ihren Beschäftigten damit insgesamt zehn Prozent mehr bezahlen, kritisierte der Handelsverband Berlin-Brandenburg. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni angesetzt.

Erste Warnstreiks hatte es bereits Anfang Juli gegeben, vor geschlossenen Supermärkten standen die Kundinnen und Kunden allerdings nirgendwo. Die Arbeitgeberseite hatte Warnstreiks zu diesem frühen Zeitpunkt damals kritisiert.