Betrug bei Corona-Hilfe und Scheinselbstständigkeit: Anklage

Von dpa
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Koblenz/Mainz - Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat ein Ehepaar mit einem Raumausstattungs- und Bauunternehmen im Raum Mainz angeklagt. Es soll von Dezember 2018 bis November 2020 für 27 Mitarbeiter keine Sozialversicherungsbeiträge an Krankenkassen abgeführt haben, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Acht gesetzlichen Kassen sei so ein Schaden von insgesamt 378 000 Euro entstanden.

Die 60-jährige Ehefrau soll zudem im Namen von 13 Mitarbeitern mit ungerechtfertigten Anträgen auf Corona-Soforthilfe einen Schaden von insgesamt 60 000 Euro verursacht und davon einen Anteil selbst kassiert haben. Gegen die 13 Arbeitnehmer werde noch ermittelt. Der 58-jährige Ehemann ist laut Staatsanwaltschaft nicht in diesen mutmaßlichen Subventionsbetrug verstrickt und auf freien Fuß gekommen. Die Ehefrau sitze dagegen weiterhin in Untersuchungshaft.