Corona-Behelfsklinik auf Hannovers Messe wird abgebaut

Von dpa
Krankenhausbetten stehen in einer Messehalle auf dem Messegelände Hannover.
Krankenhausbetten stehen in einer Messehalle auf dem Messegelände Hannover. Julian Stratenschulte/dpa/archivbild

Hannover - Das zu Beginn der Corona-Krise eingerichtete Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände von Hannover wird bis Ende September abgebaut. Die Kosten für die am Ende nicht genutzte Klinik würden sich auf voraussichtlich rund 39 Millionen Euro für Einrichtung und Miete der Messehallen belaufen, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Montag mit. Die Klinik mit 485 Betten war für Patienten mit einem leichten bis mittelschweren Corona-Verlauf konzipiert und sollte im Falle einer Überlastung der regulären Kliniken in Betrieb genommen werden. Dies wurde allerdings nie erforderlich.

Die Klinik war in Niedersachsen das einzige Corona-Behelfskrankenhaus, Pläne für weitere solche Kliniken wurden mangels Bedarf nicht umgesetzt. Das Inventar soll soweit möglich in anderen Krankenhäusern verwendet werden, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete. Dazu gehören Beatmungsgeräte und zwei Computertomografen, die die Region Hannover für 1,3 Millionen Euro angeschafft hatte. Zum größeren Teil ungenutzt blieben in der Corona-Krise auch die zusätzlichen Bettenkapazitäten, die mit dem Freiräumen von Reha-Kliniken für gewöhnliche, nicht vom Coronavirus betroffene Patienten geschaffen wurden.