Bildung

Digitalpakt-Geld kommt nur langsam in Schulen an

Von dpa 01.09.2021, 16:09 • Aktualisiert: 03.09.2021, 05:53

Berlin - Zwei Jahre nach dem Start des „Digitalpakts Schule“ kommen die Fördermittel aus dem Programm weiterhin nur langsam bei Schülern und Lehrern in Schleswig-Holstein an. Bis Ende Juni waren für Schleswig-Holstein zwar mehr als 17,3 Millionen Euro beantragt und bewilligt. Abgerufen wurden aber nur knapp 5,1 Millionen Euro, wie aus dem halbjährlichen Bericht des Bundesbildungsministeriums hervorgeht. Dieser fasst die Rückmeldungen der Länder zum Abruf der Gelder zusammen. Über die Zahlen hatte zuerst das „Handelsblatt“ berichtet, sie liegen auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Schleswig-Holstein hat zudem aus dem zusätzlichen Förderprogramm für mobile Endgeräte wie Notebooks für Schülerinnen und Schüler bis zum 30. Juni mehr als 17 Millionen Euro bekommen. Bundesweit gab es insgesamt gut 470 Millionen. Schleswig-Holstein hat - wie die meisten anderen Bundesländer - bislang noch kein Geld aus dem 500 Millionen Euro umfassenden Topf für Schuladministratoren in Anspruch genommen. Gleiches gilt für den Topf, mit dem Leihgeräte für Lehrkräfte finanziert werden.

Bundesweit sind aus dem mittlerweile auf 6,5 Milliarden Euro angewachsenen Fördertopf rund 852 Millionen Euro abgerufen worden. Beantragt und bewilligt, aber noch nicht abgerufen waren rund 1,4 Milliarden Euro.

Beim Digitalpakt handelt es sich um ein großes Förderprogramm zur digitalen Modernisierung der Schulen, das von Mai 2019 bis 2024 läuft. Der Bund hatte zunächst fünf Milliarden Euro bereitgestellt für digitale Lernplattformen, den Aufbau von schuleigenem Wlan und für die Anschaffung von interaktiven Tafeln (Smartboards). Im Zuge von Corona wurde das Förderprogramm dreimal aufgestockt: 500 Millionen Euro für Laptops für bedürftige Schüler, 500 Millionen für Geräte für Lehrkräfte und 500 Millionen für Schuladministratoren.