Disco-Schlägerei mit einem Schwerverletzten

Von dpa

Berlin - Nach einer Schlägerei in einer Diskothek in Berlin-Mitte mit einem Schwerverletzten hat am Landgericht der Hauptstadt der Prozess gegen zwei Männer begonnen. Die 28 und 29 Jahre alten Verdächtigen sollen laut Anklage im Mai 2016 zu einer Gruppe von mehreren Personen gehört haben, aus der heraus zwei andere Besucher attackiert worden seien. Ein damals 33 Jahre alter Mann habe eine lebensgefährliche Kopfverletzung erlitten. Die Angeklagten haben zu Verhandlungsbeginn am Dienstag geschwiegen.

Zunächst kam es den Ermittlungen zufolge zu einem verbalen Streit. Plötzlich hätten die Angeklagten sowie bislang unbekannt gebliebene Mittäter mit Fäusten auf zwei andere Besucher des Clubs eingeschlagen. Zudem seien die damals 22- und 33-Jährigen mit Gläsern und Flaschen beworfen worden. Als der 33-Jährige zu Boden gegangen war, sei er durch einen Tritt gegen den Kopf schwer verletzt worden. Nur durch eine Notoperation konnte sein Leben gerettet werden, heißt es in der Anklage.

Beiden Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, dem 28-Jährigen zudem versuchter Totschlag. Laut Ermittlungen soll er den 33-Jährigen getreten haben. Dabei habe er unabhängig von seinen Begleitern gehandelt.

Der damals 22-Jährige erklärte als Zeuge, er wisse nicht, warum er und sein Begleiter am Ende eines „entspannten Abends“ angegriffen worden seien. „Plötzlich standen etwa zehn Leute um uns herum.“ Zunächst sei sein Kumpel geschlagen worden. „Ich wollte ihm helfen“, so der Zeuge. Er selbst sei im Gesicht verletzt worden. Für den Prozess sind fünf weitere Tage bis zum 13. Juli vorgesehen.