DWD: Sommer war deutlich zu nass: Norden am trockensten

Der Norden hat in diesem regenreichsten Sommer tatsächlich am wenigsten Regen abbekommen. Außerdem gab es vergleichsweise viel Sonne im nördlichsten Bundesland.

Von dpa
Regentropfen sind auf einer Autoscheibe zu sehen.
Regentropfen sind auf einer Autoscheibe zu sehen. Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Hamburg - Der diesjährige Sommer ist nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der regenreichste seit zehn Jahren gewesen - gleichzeitig war es im Norden am trockensten. In Schleswig-Holstein fiel im Bundesland-Vergleich direkt nach Hamburg am wenigsten Regen. Das teilte der DWD am Montag in Offenbach nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen mit. Demzufolge hatte es im nördlichsten Bundesland im Juni, Juli und August lediglich rund 210 Liter auf einen Quadratmeter geregnet. Bundesweit waren es durchschnittlich 310 Liter/Quadratmeter.

Dem DWD zufolge war der Sommer in Deutschland zudem unter dem Strich zu warm und durchschnittlich sonnig. Hier sortiert sich Schleswig-Holstein mit einer Mitteltemperatur von 17,6 Grad Celsius bei den kühleren Bundesländern ein. Der durchschnittliche Mittelwert aller Länder lag bei 17,9 Grad Celsius.

Der Wetterdienst erinnerte an die angesichts der derzeit vergleichsweise kühlen Temperaturen schon fast vergessene Hitzewelle Mitte Juni mit Werten über 35 Grad. Mit rund 615 Sonnenstunden erfüllte der Sommer in Deutschland sein Soll von 614 Stunden. Schleswig-Holstein konnte sich sogar über nahezu 630 Sonnenstunden freuen.