Gesundheit

Elf Covid-19-Patienten in Brandenburg auf Intensivstationen

Von dpa 05.09.2021, 09:53
Ein Pfleger kümmert sich auf einer Intensivstation um einen Patienten.
Ein Pfleger kümmert sich auf einer Intensivstation um einen Patienten. Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Potsdam - In Brandenburg sind derzeit elf Covid-19-Patienten auf Intensivstationen untergebracht. 1,9 Prozent aller 594 Intensivbetten sind mit Corona-Patienten belegt - damit hat Brandenburg einen niedrigen Anteil im Ländervergleich, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag hervorgeht. In Thüringen ist der Anteil genauso hoch, in Nordrhein-Westfalen ist er dagegen weit höher: Dort sind 7,7 Prozent der über 5300 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, in Berlin sind es 6,5 Prozent.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Brandenburg die Marke von 35 überschritten. Am Sonntag gab das Gesundheitsministerium den Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche mit 36,2 an nach 25,6 vor einer Woche. Maßgeblich sind aber die Werte in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Innerhalb eines Tages kamen 143 neue Ansteckungen landesweit hinzu, die meisten mit 23 im Landkreis Teltow-Fläming. Eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 20 haben nur noch Frankfurt (Oder), der Kreis Märkisch-Oderland und Brandenburg/Havel, unter 35 liegen zudem die Kreise Barnim, Dahme-Spreewald, Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße und Uckermark.

Wenn der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage in Folge über 20 liegt, ist beispielsweise der Besuch von Gaststätten drinnen, Hotels und Reisen mit dem Reisebus nur möglich, wenn jemand geimpft, genesen oder getestet ist. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5000 begrenzt. Seit 28. August gilt die Corona-Testpflicht für Kinder ab sechs statt ab zwölf Jahren, ausgenommen sind alle Schülerinnen und Schüler, die sich regelmäßig mindestens zweimal pro Woche testen lassen.

Brandenburg bezieht für die Beurteilung der Pandemie-Lage nach Angaben der Landesregierung neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Auslastung der Krankenhäuser - vor allem der Intensivstationen -, den Anteil Geimpfter an der Bevölkerung und die Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten ein. Im Verordnungstext ist als Schwellenwert für Beschränkungen aber noch die Sieben-Tage-Inzidenz maßgeblich.