Fotodienstleister Cewe setzt ganz auf Weihnachten

Von dpa

Oldenburg - Der Fotodienstleister Cewe steht trotz eines schwachen zweiten Quartals zu seiner Prognose und vertraut dabei auf ein starkes Weihnachtsgeschäft. Von April bis Juni kam das Geschäft nach einer coronabedingten Sonderkonjunktur im vergangenen Jahr wieder deutlich zurück. Die Umsätze fielen im zweiten Quartal im zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf knapp 117 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Oldenburg mitteilte. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach um rund die Hälfte auf 6,5 Millionen Euro ein.

Im zweiten Quartal 2020 hatte Cewe von der Pandemie profitiert, da viele Menschen im ersten Lockdown die Zeit unter anderem für die Bestellung von Fotos oder anderen Produkten nutzten. So konnte Cewe vor allem im größten Bereich des Konzerns, dem Fotofinishing - also den Abzügen von Bildern sowie der Gestaltung von Kalendern oder auch großformatigen Drucken - deutlich zulegen. Zuletzt habe sich die Lage wieder ganz anders gezeigt. Durch die Lockerungen war wieder Zeit für viele andere Dinge und weniger für das Bestellen von Fotoprodukten. Unter dem Strich machte Cewe im abgelaufenen Quartal 4,4 Millionen Euro Verlust nach knapp einer Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Vorstandschef Christian Friege beschwichtigte: Vor allem das vierte Quartal sei für Cewe „maßgeblich“ für den Erfolg eines Gesamtjahres verantwortlich. Das Unternehmen profitiert dann traditionell vom Weihnachtsgeschäft, da zum Beispiel Fotobücher gerne verschenkt werden. Für das Gesamtjahr bestätigte das Management seine Prognose und geht weiter von einem Gewinn zwischen 48 und 56 Millionen Euro aus. Beim Umsatz peilt es bis zu 770 Millionen Euro an.