Gericht in Ghana verschiebt Prozess um gewaltsamen Tod

Von dpa
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Accra (dpa) – - Die Justiz im westafrikanischen Ghana braucht mehr Zeit für die Prüfung der Vorwürfe gegen einen 43-Jährigen, der seine deutsche Freundin und deren Tochter brutal getötet haben soll. Der Untersuchungsrichter im Amtsgericht Weija unweit der Hauptstadt Accra ordnete am Montag daher einen neuen Gerichtstermin für den 30. August an. Der Angeklagte war am Montag nicht im Gericht erschienen.

Nach Abschluss aller Prüfungen wird der Fall vom Oberstaatsanwalt an ein übergeordnetes Gericht weitergeleitet werden. Der Angeklagte steht unter Verdacht, die Deutsche und ihre 13-jährige Tochter in dem nahe Accra gelegenen Küstenort Kokrobite ermordet zu haben. Beide waren Anfang 2020 in das Land gezogen und im Oktober tot aufgefunden worden. Der Angeklagte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Laut „Bild“-Zeitung stammt die Frau aus Bodenburg bei Hildesheim in Niedersachsen.