Gesundheit

Geschätzte Zahl der HIV-Neuinfektionen stagniert

Von dpa Aktualisiert: 26.11.2022, 21:51
Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet.
Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet. Oliver Berg/dpa/Archivbild

Hannover - Die geschätzte Zahl der HIV-Neuinfektionen in Niedersachsen stagniert. Laut Landesverband für Sexuelle Gesundheit, der sich auf RKI-Zahlen beruft, gab es 2021 wie schon im Jahr zuvor rund 120 neue Ansteckungen im Bundesland. 95 davon entfielen im vergangenen Jahr auf Männer und 25 auf Frauen, wie der Verband am Freitag in Hannover mitteilte.

Die Gesamtzahl der HIV-Infizierten in Niedersachsen lag Ende 2021 damit bei rund 3650 Menschen, davon 2770 Männer und 870 Frauen. Auch hierbei handelt es sich um Schätzungen. Das RKI wies jedoch darauf hin, dass die Zahlen höher sein könnten, da sich in der Pandemie weniger Menschen auf HIV testen ließen.

Der Landesverband forderte einen besseren Zugang zu Teststellen in Niedersachsen - diese dürften nicht weiter als 50 Kilometer vom Wohnort entfernt sein. Jürgen Hoffmann, Vorstand des Verbands, betonte, Menschen mit HIV seien bei gut eingestellter Therapie genau so leistungsfähig wie andere Menschen. „Diskriminierung und Berührungsängste müssen endlich aufhören, auch bei uns in Niedersachsen“, sagte er laut Mitteilung. „Daran erinnern wir gerade zum Weltaidstag am 1. Dezember.“