Interessierte Bürger sollen bei Gewässerforschung helfen

Von dpa 07.07.2021, 13:57 • Aktualisiert: 07.07.2021, 14:05
Libellen halten sich an einem kleinen Ast fest.
Libellen halten sich an einem kleinen Ast fest. Frank Rumpenhorst/dpa

Berlin/Leipzig/Halle/Jena - Interessierte Bürger können sich an einem Projekt zur Erforschung der Belastung von Bächen und Flüssen mit Giftstoffen beteiligen. Initiatoren des Projekts sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, wie die Institute am Mittwoch mitteilten. In den kommenden drei Jahren sollen die Beteiligten in mindestens 200 Einsätzen Daten sammeln und auswerten.

Ziel sei es, die Belastung kleiner Fließgewässer durch Pestizide zu erforschen und die Auswirkungen auf Insekten zu erfassen, die am Wasser leben. So solle langfristig der Zustand deutscher Kleingewässer untersucht und auf dieser Grundlage die Artenvielfalt gefördert werden.

Kleinere Bäche und Gräben machen den Angaben zufolge mehr als 70 Prozent des deutschen Fließgewässernetzes aus. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten seien akut bedroht, da viele Arten saubere und unbelastete Kleingewässer zum Überleben brauchen. Momentan werden Kleingewässer in Deutschland den Angaben zufolge behördlich nicht systematisch überwacht.

Das Projekt „Flow“ hat eine Laufzeit bis Januar 2024 und wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.