Kinder mit Migrationshintergrund mehr unterstützen

Von dpa 01.06.2021, 16:10
Geert Mackenroth (CDU).
Geert Mackenroth (CDU). Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Dresden - Sachsens Ausländerbeauftragter hat mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine gezielte Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund gefordert. In der Pandemie habe sich gezeigt, dass Migrantenfamilien mehr Schwierigkeiten haben, diese zu bewältigen, als Familien der Mehrheitsgesellschaft, teilte Geert Mackenroth (CDU) am Dienstag mit. Dies ergab eine Auswertung des Ausländerbeauftragten zu den Pandemiefolgen im Jahr 2020, bei der 285 Behörden, Institutionen und Verantwortungsträgerinnen und -träger befragt wurden.

„Besonders die Sprachförderung der Kinder muss verstärkt werden. Dazu gehören zusätzlicher Sprachunterricht und die Begegnung mit Gleichaltrigen“, so Mackenroth. Die negativen Folgen von Kontakteinschränkungen und mangelndem Präsenzunterricht würden durch fehlende technische Ausstattung und aufgrund des unterbrochenen Integrationsprozesses weiter verschlechtert.

Mackenroth warb dabei auch für den Sterntalerpreis, bei dem besonders ehrenamtliches Engagement für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und Benachteiligung gewürdigt wird. Der Preis soll dieses Jahr an ein Projekt gehen, das das Leben von Kindern während der Coronapandemie erleichtert, ihre Entwicklungschancen verbessert oder pandemiebedingte Einschränkungen abbaut. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und soll im September verliehen werden.