Kretschmer appelliert an Impfbereitschaft und Verantwortung

Von dpa
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten.
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten. Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Dresden - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht bei einer möglichen vierten Corona-Welle im Herbst Menschen mit Impfschutz klar im Vorteil. „Sie dürfen keine Einschränkungen haben wie diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen. Das ist keine Diskriminierung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Werkzeuge der Politik seien begrenzt: „Ich halte es für richtig, dass es keinen Impfzwang gibt. Das heißt aber auch, dass man ohne Impfung Nachteile wie das ständige Testen in Kauf nehmen muss.“ Man habe den Verlauf der Pandemie durch richtiges Verhalten selbst in der Hand.

Kretschmer hatte sich wiederholt mit Sorge über die Impfmüdigkeit in der sächsischen Bevölkerung geäußert. Derzeit ist nur knapp die Hälfte der Menschen im Freistaat (45,6 Prozent) vollständig geimpft. Der Freistaat steht damit bundesweit auf dem letzten Platz. „Wenn die Zahlen so bleiben, werden wir die Herdenimmunität nicht erreichen.“