Linke unterstützt SPD-Pläne für Frauentag als Feiertag

Von dpa
Peter Ritter, Abgeordnete der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.
Peter Ritter, Abgeordnete der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Schwerin - Die Pläne der SPD, den Internationalen Frauentag am 8. März in Mecklenburg-Vorpommern zum gesetzlichen Feiertag zu machen, finden erwartungsgemäß Unterstützung bei der Linksfraktion. „Wir werden sehen, ob den Worten auch Taten folgen. In meiner Liste mit Themen für mögliche Gespräche nach der Wahl ist dieser Punkt jedenfalls fest verankert“, betonte Peter Ritter als gleichstellungspolitischer Sprecher der Oppositionsfraktion im Landtag am Montag. Er reagierte damit auf den überraschenden Beschluss der Landes-SPD vom Samstag, die Einführung des zusätzlichen Feiertags in ihr Programm für die Landtagswahl am 26. September aufzunehmen. Einzig in Berlin ist bislang der Frauentag arbeitsfrei.

Ritter äußerte sich allerdings skeptisch, was die Umsetzung der Pläne angeht: „Noch vor zwei Jahren sah die SPD keinen Anlass und keinen gesellschaftlichen Konsens für einen solchen Feiertag“, berichtete er unter Hinweis auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion. Bleibe es nach der Wahl im September in Schwerin bei der Koalition aus SPD und CDU, bleibe „das Versprechen der SPD eine Worthülse“, zeigte sich der Linken-Politiker überzeugt.