Natur

Nach wespenarmem Sommer: Zweite Nabu-Insekten-Zählphase

Der Sommer ist die Jahreszeit des großen Krabbelns. Wie viele Insekten es gibt, versucht der Nabu mit einer Zähl-Aktion herauszufinden. Gerade eine besonders gefürchtete Art hat sich bisher rar gemacht.

Von dpa
Eine Heide-Feldwespe (Polistes nimpha).
Eine Heide-Feldwespe (Polistes nimpha). Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Hannover - Wer in diesem Sommer noch keine Insekten gezählt hat, kann das ab Freitag machen. Dann beginnt auch in Niedersachsen die zweite Zählphase des „Insektensommers“ des Naturschutzbundes (Nabu). Das Insektenzählen dauert bis zum 15. August, wie der Naturschutzbund Niedersachsen am Dienstag mitteilte.

Besonders Wespen sollen demnach bei der Beobachtung in den Fokus genommen werden. Insgesamt sei der niedersächsische Sommer bisher wespenarm gewesen. Gründe könnten der kühl-verregnete Frühling, das Insektensterben und das geringe Nahrungsangebot für die gelb-schwarzen Hautflügler sein.

„Auch wenn das viele Menschen freuen dürfte - die Tiere sind enorm wichtig“, sagte der Sprecher des Naturschutzbundes Niedersachsen, Matthias Freter. „Auch Wespen bestäuben Nutzpflanzen, vertilgen Schädlinge, wie Blattläuse und Spannerlarven, und nützen so in Landwirtschaft und im eigenen Garten. Außerdem beseitigen sie als geflügelte Gesundheitspolizei Aas.“

Es sei wichtig, dass möglichst viele Menschen bei der Insektenzählung mitmachen, um aussagekräftige Ergebnisse zu Wespen und weiteren Insekten zu erhalten. Jeder gesichtete Sechsbeiner soll dabei gezählt und gemeldet werden. Dies kann man an vielen Orten machen, etwa im Garten, auf dem Balkon oder im Wald.

Wichtig sei, einen maximalen Umkreis von zehn Metern für das Beobachtungsgebiet zu wählen. Gezählt wird eine Stunde lang. Beobachtungen können per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App „NABU Insektensommer“ gezählt werden.