Neue Technik: Drohnen retten Rehkitze vor Mäh-Tod

Von dpa
Ein Rehkitz beäugt die Besucher einer Wildtierstation.
Ein Rehkitz beäugt die Besucher einer Wildtierstation. Boris Roessler/

Tönisvorst (dpa/lnw) - Um Rehkitze vor dem Tod durch Großmaschinen beim Mähen von Wiesen zu bewahren, fördern das Land NRW und der Bund die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) präsentiert die Technik heute (09.00 Uhr) zusammen mit Jagdexperten bei einem Ortstermin in Tönisvorst.

22 Kreisjägerschaften aus Nordrhein-Westfalen hätten bereits knapp 190 000 Euro aus einem Landesförderprogramm für solche Drohnen erhalten, teilte das Land mit. Bei der diesjährigen Wiesenmahd seien bereits zahlreiche geförderte Drohnen im Einsatz. Ein weiteres Förderprogramm auf Bundesebene hatte Mitte März begonnen, damit wurde das Landesangebot beendet.

Wegen ihres sogenannten Drückerinstinkts laufen die Kitze bei drohender Gefahr nicht weg, sondern ducken sich flach ins hohe Gras und bleiben dort unbeweglich liegen. Jäger und Landwirte suchen seit langem vor dem Mähen die Wiesen ab oder versuchen, durch spezielle Mähtechniken von innen nach außen, die Kitze zu retten. Diese Methoden seien aber teilweise sehr zeitaufwendig und nicht immer erfolgreich, sagen Jagdexperten. Mit Drohnen seien die kauernden Rehkitze leichter zu erkennen.