Niedersachsens Industrie holt nach Corona-Abschwung auf

Von dpa

Hannover - Die Industrie in Niedersachsen gewinnt nach dem Corona-Rückschlag immer mehr Tritt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamts vom Mittwoch zogen die Auftragseingänge - ein wichtiger Indikator für die kommenden Monate - im Juni verglichen mit dem Vorjahreswert um 59 Prozent an. Dabei legten Bestellungen aus dem Ausland (plus 66 Prozent) noch mehr zu als von inländischen Kunden (plus 51 Prozent). Zu berücksichtigen ist bei diesen hohen Steigerungen, dass das pandemiebedingte Niveau 2020 für viele Betriebe schwach war.

Produkte des produzierenden Gewerbes wie Autos, Maschinenteile, Metall- und Elektrotechnik oder Chemieerzeugnisse sind zentrale Industriegüter der niedersächsischen Wirtschaft. Große Mengen gehen dabei in den Export. Für alle wichtigen Teilbranchen meldeten die Statistiker in Hannover zuletzt ein deutliches Nachfrageplus.

Gegenüber dem Mai wuchs das industrielle Auftragspolster ebenfalls. Dies gilt auch für den Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, was in der Summe wieder eine konjunkturelle Belebung anzeigen könnte. Wichtig ist in dem Zusammenhang außerdem die Entwicklung bei den langlebigen Investitionsgütern sowie bei den Vorleistungen - also Waren und Stoffen, die in die interne Fertigung der Endprodukte einfließen. Auch bei diesen Arten nahmen die Bestellungen insgesamt stark zu.