Oberbillwerder: Erschließungsarbeiten sollen 2023 beginnen

Von dpa

Hamburg - Die Arbeiten für Hamburgs geplanten neuen Stadtteil Oberbillwerder im Südosten der Hansestadt werden voraussichtlich 2023 beginnen. Dann sollen erste Erschließungsarbeiten starten, die ersten Häuser werden voraussichtlich ab 2026 gebaut, wie die städtische Quartiersentwicklungsgesellschaft IBA am Dienstag in ihrem Jahresbericht mitteilte.

Der Senat hatte vor rund zweieinhalb Jahren grünes Licht für das Projekt gegeben. Mittlerweile wurde der damals beschlossene Masterplan aktualisiert: Zum Beispiel wurden die Zuschnitte von Baugebieten und die Organisation von Grün- und Freiflächen, Lage und Größe der geplanten „Mobility Hubs“ für parkende Autos sowie Quartiersplätze und die Lage von Straßen festgelegt. „Damit wird aus der städtebaulichen Idee nun maßstäbliche Lebensraumqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner“, sagte IBA-Geschäftsführerin Karen Pein.

Oberbillwerder ist nach der Hafencity Hamburgs zweitgrößtes Stadtentwicklungsprojekt und wird der 105. Stadtteil der Hansestadt. In dem von zunächst 124 Hektar leicht auf 118 Hektar reduzierten Gebiet westlich von Bergedorf und nördlich von Allermöhe sollen einmal in fünf Quartieren bis zu 7000 Wohneinheiten für 15.000 Menschen entstehen, dazu 5000 Arbeitsplätze. Der neue Stadtteil gilt als ein wichtiger Baustein für die Selbstverpflichtung der Hansestadt, angesichts knappen Wohnraums und steigender Einwohnerzahl Jahr für Jahr 10.000 neue Wohnungen zu realisieren.

Der Plan ist vor Ort umstritten: So argumentiert eine Initiative, dass dort seltene und ungewöhnlich viele geschützte Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum hätten. Sie hat für Ende September eine Demonstration unter dem Motto „Oberbillwerder stoppen“ angekündigt.