Prozess um Weltkriegspanzer von der Kieler Förde geht weiter

Von dpa
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Kiel - Der Prozess gegen einen Panzer-Eigentümer vor dem Kieler Landgericht wird heute fortgesetzt. Für den 84 Jahre alten Angeklagten stand zuletzt eine Bewährungsstrafe wegen unerlaubten Besitzes von Waffen und Munition im Raum. Die Kammer hat erklärt, im Falle eines entsprechenden Geständnisses einen Strafrahmen von einem Jahr bis zu einem Jahr und fünf Monaten auf Bewährung für angemessen zu halten. Vier Monate davon würden wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung bereits als verbüßt gelten. Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht haben Gespräche über eine Verständigung geführt. Im Raum steht ein Verkauf des Weltkriegspanzers und einer Flugabwehrkanone.

Der Waffensammler ist wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und waffenrechtlicher Verstöße angeklagt. Bei einer Durchsuchung seines Anwesens im Sommer 2015 wurden neben dem Panzer und einer Flak auch ein Torpedo, ein Mörser sowie Maschinen- und Sturmgewehre, halb- und vollautomatische Pistolen und mehr als 1000 Schuss Munition sichergestellt.