Schiele hat „voll Bock“ auf Braunschweig

Von dpa 10.06.2021, 14:54
Michael Schiele, Coach bei Eintracht Braunschweig.
Michael Schiele, Coach bei Eintracht Braunschweig. Daniel Karmann/dpa/Archiv

Braunschweig - Eintracht Braunschweig drängt nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga nicht mit aller Macht und großem finanziellen Risiko auf den sofortigen Wiederaufstieg. Das machte Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Trainers Michael Schiele deutlich. „Die Zielsetzung ist wirtschaftlich wie sportlich auf die nächsten zwei Jahre angelegt. Sportlich wollen wir zunächst so weit wie möglich oben dranbleiben. Im zweiten Jahr werden wir unsere Ziele dann sicher etwas höher ansetzen“, sagte Vollmann.

Die Niedersachsen stehen vor einem großen Umbruch. Sechs Wochen vor dem ersten Spieltag haben sie nur zehn Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Vollmann betonte jedoch, dass die Kaderplanung intern deutlich weiter sei, als dies nach außen den Anschein habe.

„Zwischen 75 und 80 Prozent des Kaders haben wir komplett. Es ist nur manchmal kontraproduktiv, Namen zu früh an die Öffentlichkeit zu geben“, sagte der 63-Jährige. „Es ist nicht so, dass wir die letzten 14 Tage nur im Bett gelegen haben. Sondern wir waren jeden Tag 16 Stunden unterwegs. Wir müssen uns bei Transfers an den Regalen anstellen, bei denen wir auch die Rechnungen bezahlen können. Ein Großteil des Kaders wird beim Trainingsauftakt am 20. Juni dabei sein.“

Der 43 Jahre alte Schiele hatte am Wochenende als Nachfolger von Daniel Meyer einen Zweijahresvertrag in Braunschweig unterschrieben. „Der Abstieg tat weh: Aber die Eintracht ist ein großes Schiff mit einer großen Fanbase, die dich stark nach vorne peitscht. Da habe ich voll Bock drauf“, sagte der frühere Trainer der Würzburger Kickers und des SV Sandhausen. „Wenn man hier als gegnerischer Trainer oder Spieler um die Ecke gefahren ist, hat man schon Angst bekommen und musste vorsichtig sein, weil das eine oder andere manchmal auch geflogen ist. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir das wieder leben. So wie es die Fans leben und wie es die ganze Stadt lebt.“