Schwerer Missbrauch von Mädchen: Anklage fordert Haftstrafe

Von dpa
Eine Justitia-Büste thront über einem Eingang.
Eine Justitia-Büste thront über einem Eingang. Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Kiel - Im Kieler Prozess um mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch eines 13-jährigen Mädchens hat die Staatsanwältin zwei Jahre und vier Monate Haft gefordert. Sie hielt fünf der ursprünglich sechs angeklagten Fälle vor dem Kieler Landgericht am Mittwoch für erwiesen. Ein Fall wurde eingestellt.

Strafmildernd wertete die Anklägerin unter anderem das Geständnis des 50-jährigen Mannes aus Cottbus (Brandenburg), das der inzwischen erwachsenen Frau eine Aussage vor Gericht ersparte. Zudem soll das Opfer ein Schmerzensgeld von mindestens 8000 Euro von ihm erhalten. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe im Zuge einer Verständigung weitgehend eingeräumt. Er und das Mädchen lernten sich laut Anklage über das Internet in einem Chatforum kennen und trafen sich von März bis Mai 2015 im Kreis Plön in einer Ferienwohnung, einem Gasthof sowie auf einem Campingplatz. Die Mutter des Mädchens hatte den Fall mit einer Anzeige ins Rollen gebracht. Das Urteil wird schon am Donnerstag (10.00 Uhr) erwartet.