Startschuss für Großprojekte auf früherem Flughafen Tegel

Von dpa
Gudrun Sack (l-r) und Philipp Bouteiller von der Tegel Projekt GmbH bei der symbolischen Schlüsselübergabe mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke).
Gudrun Sack (l-r) und Philipp Bouteiller von der Tegel Projekt GmbH bei der symbolischen Schlüsselübergabe mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke). Paul Zinken/dpa

Berlin - Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an die Projektgesellschaft hat der Weg zur künftigen Nutzung des früheren Berliner Flughafens Tegel begonnen. „Es ist eine Stadt von morgen, eine Modellstadt, die hier entstehen wird“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag.

Auf dem 500 Hektar großen Areal soll nach Angaben von Bausenator Sebastian Scheel (Linke) eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas verwirklicht werden. In das frühere Hauptterminal soll die Beuth-Hochschule für Technik einziehen. Darum sollen sich Technologieunternehmen ansiedeln. Geplant sind außerdem eine Neubau-Siedlung in Holzbauweise, das Schumacher-Quartier, mit 5000 Wohnungen. Außerdem soll es Platz für Freizeit und Erholung geben.

Bevor allerdings mit den Bauen begonnen werden kann, muss das Gelände vorbereitet werden. Dafür wurde bereits seit Mai mit der Kampfmittelräumung begonnen. Fast eine Tonne Sprengmunition sowie fast 30 Tonnen Munitionsschrott wurden auf insgesamt zwei Hektar Fläche bisher gefunden. Es handelt sich dabei vor allem um Granaten, Brandbomben und Nahkampfmittel aus dem ersten und zweiten Weltkrieg. Bis 2025 soll die Kampfmittelräumung und bis 2027 ein Großteil der Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.