Steigende Materialpreise drücken Umsatz im Baugewerbe

Von dpa
Arbeiter stehen auf einer Baustelle eines Wohngebäudes.
Arbeiter stehen auf einer Baustelle eines Wohngebäudes. Soeren Stache/dpa-zentralbild/dpa/Symbolbild

Erfurt - Die Bauindustrie in Thüringen ächzt unter stark gestiegenen Preisen für Baumaterial. So sei zum Beispiel Bauholz im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent teurer gewesen, teilte der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen am Freitag mit. „Von den starken Preissteigerungen sind auch Stahl, Kupfer, Bitumen und Bauchemie betroffen“, erklärte Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Durch den Mangel an und die explodierenden Preise bei wichtigen Baumaterialien werde die Umsatzentwicklung stark gebremst.

Von Januar bis Mai seien die Umsätze der Betriebe der Branche um 11 Prozent auf 714 Millionen Euro zurückgegangen. Auch der Auftragseingang sei um 1,9 Prozent auf 868 Millionen Euro gesunken. Am stärksten betroffen vom Umsatzrückgang sei der öffentliche Bau gewesen. So sei der Umsatz in diesem Segment um 12,5 Prozent auf 362 Millionen Euro zurückgegangen, der Auftragseingang um 17,6 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten im Thüringer Bauhauptgewerbe blieb den Angaben zufolge in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten mit 14.425 stabil.