Thüringer SPD-Fraktion kritisiert Vorschlag zur Rente mit 68

Von dpa

Erfurt - Die Thüringer SPD-Fraktion lehnt einen Vorschlag zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre ab. „Es gibt gerechtere Möglichkeiten, als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger arbeiten zu lassen, um die gesetzliche Rente zu stärken“, erklärte der Thüringer SPD-Abgeordnete Denny Möller am Mittwoch. Hintergrund ist eine Diskussion darüber, ob Beschäftigte erst mit 68 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können sollten. Experten, die das Wirtschaftsministerium beraten, hatten dies in einem Gutachten vorgeschlagen. Derzeit gilt ein stufenweiser Anstieg des Eintrittsalters auf 67.

Möller erklärte, dass seine Fraktion eine durch Steuern und Beiträge finanzierte „Erwerbstätigenversicherung für alle“ fordere, in die dann auch Beamte und Selbstständige einzahlen sollen. Außerdem müsse der Beitragssatz zur Rentenversicherung angepasst werden, so Möller.

„Dazu müssen die Löhne entsprechend der Produktivitätsentwicklung gesteigert werden, ebenso müsse der gesetzliche Mindestlohn auf zwölf Euro pro Stunde erhöht werden“, erklärte der sozialpolitische Sprecher der Thüringer SPD-Fraktion.