Über 1000 Fälle Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg

Von dpa
Drei Wildschweine stehen am frühen Morgen in einem Getreidefeld.
Drei Wildschweine stehen am frühen Morgen in einem Getreidefeld. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Potsdam - In Brandenburg sind nach Angaben des Nationalen Referenzlabors am Friedrich-Löffler-Institut bislang 1005 Fälle der Afrikanischen Schweinepest registriert worden. Das bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin auf Anfrage. Es gebe bislang keine Hinweise, dass die Funde zunehmend außerhalb der Kernzone liegen, hieß es. Ab und zu gebe es jedoch einzelne Fälle. Der erste Fall in Brandenburg wurde am 10. September 2020 amtlich bestätigt.

Der Landesjagdverband kritisierte, dass aus seiner Sicht für die konsequente Bearbeitung der aktuellen Situation die Mitarbeiter in den einzelnen Landkreisen nicht ausreichen würden. Zu erleben sei eine Ausbreitungsgeschwindigkeit, als würden keine Gegenmaßnahmen getroffen, sagte Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, in einer Mitteilung.

In der kommenden Vegetationszeit werde es noch schwieriger, die betroffenen Gebiete abzusuchen und neu auftretende Infektionsherde rechtzeitig auszumachen. Anfang März konnte der Jagdverband mit der Ausbildung von 20 Hundegespannen beginnen, hieß es. Hundeführer mit ihren Tieren seien ein guter Anfang, aber vollkommen unzureichend, um mindestens 2000 Quadratkilometer fortlaufend und dauerhaft abzusuchen, sagte Wellershoff. Erforderlich sei eine enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten vor Ort. Nur so könne die Ausbreitung der Seuche gestoppt werden.