Prozesse

Überfall auf Journalisten: Angeklagte geben Tat teils zu

Von dpa
Akten liegen zum Prozessauftakt im Landgericht auf einem Tisch.
Akten liegen zum Prozessauftakt im Landgericht auf einem Tisch. Swen Pförtner/dpa-Zentralbild/dpa

Mühlhausen - Zum Auftakt des Prozesses wegen des Überfalls auf zwei Journalisten in Nordthüringen haben sich die beiden Angeklagten zu den Vorwürfen geäußert. Dabei räumte der 22 Jahre alte Hauptangeklagte ein, er habe im April 2018 mit einem Schraubenschlüssel auf das Auto der beiden Journalisten eingeschlagen. „Es war, als hätte sich ein Schalter umgelegt“, ließ der Mann am Dienstag seinen Verteidiger verlesen. Beide Angeklagten werden der rechtsextremen Szene zugerechnet.

Er sei damals in Rage gewesen, weil die Journalisten zuvor Fotos von ihm und dem Haus seiner Familie gemacht hätten, sagte der 22-Jährige. Außerdem hätten sie versucht, ihn mit ihrem Auto zu überfahren, behauptete er. Zudem habe einer der beiden Journalisten mit einem Baseballschläger auf ihn und seinen Begleiter eingeschlagen. Aus Protest gegen diese aus ihrer Sicht wahrheitswidrige Darstellung des Geschehens verließen die beiden Journalisten den Gerichtssaal.

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft den Angeklagten vor, die Journalisten im Raum Fretterode (Landkreis Eichsfeld) angegriffen zu haben, ohne zuvor von ihnen attackiert worden zu sein. Einer der beiden Journalisten erlitt bei dem Überfall der Anklage zufolge eine Schnittwunde am Oberschenkel.