Woidke kritisiert Impfstoff-Verteilung unter den Ländern

Von dpa
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Impfstoff-Verteilung unter den Bundesländern kritisiert. „Brandenburg bekommt prozentual weniger als andere Länder“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) kurz vor dem „Impfgipfel“ am Donnerstag, bei dem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über weitere Schritte beim Impfen beraten wollen. „Ich will wissen, woran das liegt“, so der SPD-Politiker. Grundsätzlich gelte, dass der Bund die angekündigten Impfmengen liefern müsse.

Mit Blick auf die baldigen Sommerferien in Brandenburg brauche es außerdem Klarheit zur Impfung von Schülerinnen und Schülern, sagte Woidke. „Nach den Ankündigungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind Erwartungen entstanden, die jetzt auch erfüllt werden müssen“, so der Regierungschef. In Brandenburg beginnen die Sommerferien am 24. Juni.

Spahn (CDU) hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, die ersten Kinder sollten schon vor Beginn der Sommerferien ein Impfangebot bekommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern streben an, allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will voraussichtlich an diesem Freitagnachmittag über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahre entscheiden. Eine Zulassung gilt als wahrscheinlich.