GZSZ-Darsteller

Ermittlungen gegen Coronaleugner eingeleitet

Für den Ex-GZSZ-Darsteller und Coronaleugner Mustafa Alin haben die heimlichen Aufnahmen im Krankenhaus ein Nachspiel.

Von Melanie Dahrendorf

Hannover l Vergangene Woche hatte sich Ex-„GZSZ"-Schauspieler und Coronaleugner Mustafa Alin in die Langenhagener Paracelsus-Klinik eingeschleust und dort ohne Genehmigung  gefilmt. Sein selbsterklärtes Ziel sei es gewesen, vermeintliche Corona-Missstände aufzudecken und zeigen, dass die Klinik nicht ausgelastet sei. Die Aufnahmen zeigte er danach auf seinem Instagram-Account. Jetzt hat diese Aktion hat Nachspiel.

Demnach hat das Kommissariat Langenhagen zwei Ermittlungsverfahren gegen Alin eingeleitet. Darin gehe es um den Verdacht des Verstoßes aufgrund der „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes". In Alins Videos waren mehrfach Angestellte zu Wort gekommen, auch wenn sie nicht zu sehen waren. Darunter auch ein Arzt, der Alin eine Diagnose ausgestellt habe. Sollten die aufgenommenen Personen den Aufnahmen nicht zugestimmt haben, droht Mustafa Alin eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Außerdem wird auch wegen des Verstoßes gegen die aktuelle Corona-Verordnung ermittelt, wie die Polizei der „HAZ" mitteilte: „In den Aufnahmen ist zu sehen, dass er die Mund-Nasen-Bedeckung zwischenzeitlich abgesetzt hat", so Michael Bertram, Sprecher der Polizeidirektion Hannover, zur Zeitung. Dafür droht ihm ein Bußgeld zwischen 100 und 150 Euro.

Auf dem Instagram-Account von Mustafa Alin werden Fotos mit Falschinformationen teilweise inzwischen nicht mehr ausgespielt. "Die gleichen Informationen wurden bereits in einem anderen Beitrag von Faktenprüfern geprüft", heißt es seitens Instagram.

Zuerst hatte die „HAZ" über den Vorfall in der Langenhagener Paracelsus-Klinik berichtet.