Konflikte Trump: Führen Venezuela bis zu sicherem Übergang
Am Samstagmorgen ist klar: US-Streitkräfte haben Venezuela angegriffen und dabei Staatschef Maduro festgenommen. Nun meldet sich US-Präsident Trump vor der Presse zu Wort.

Palm Beach - Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump übergangsweise die Führung in Venezuela übernehmen. „Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können“, sagte der Republikaner in einer Pressekonferenz nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro.
Trump sagte, die Venezolaner seien nun „frei“. Am Samstagmorgen hatte Trump auf Truth Social bekanntgegeben, dass US-Streitkräfte bei einem Angriff auf Venezuela den Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau festgenommen haben. Beide befinden sich nach Trumps Angaben auf einem Schiff in Richtung New York, wo sie angeklagt wurden. Dort werden beiden laut US-Justizministerin Pam Bondi unter anderem „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokainimport“ vorgeworfen.
Venezuela spricht von toten Soldaten und Zivilisten
Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach Regierungsangaben aus Caracas sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. „Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat“, sagte Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.
Maduro: USA wollen Machtwechsel erzwingen
Venezuelas autoritärer Staatschef Maduro wirft den USA schon lange vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Nach seiner von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef an.
Außerdem gehen die US-Behörden davon aus, dass Maduro in Drogengeschäfte verwickelt ist. Für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, hatten die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.