Steffen Honig zu möglichen Neuwahlen: Schrecken für SPD

20.11.2013, 01:12

Die Koalitionsverhandlungen sind eine äußerst zähe Veranstaltung. Um endlich etwas auf den Tisch packen zu können, hatte zuletzt SPD-Chef Sigmar Gabriel im Parteitagsüberschwang die Union ultimativ aufgefordert, endlich zu liefern. Dem ist CSU-Boss Horst Seehofer auf die ihm eigene Weise nachgekommen. Er hat ins Spiel gebracht, was den Sozialdemokraten mehr schaden kann als Steuererhöhungen: Neuwahlen nämlich.

Würden die Deutschen erneut an die Urnen gerufen, stünden CDU und CSU mit ziemlicher Sicherheit als Gewinner da. Es muss ja nicht unbedingt die absolute Mehrheit sein. Doch die FDP, am 22. September aus dem Bundestag geflogen, könnte bei einer Neuauflage diese Scharte auswetzen. So dürfte es im zweiten Anlauf mindestens für Schwarz-Gelb reichen. Das erhöht den Druck auf die SPD-Verhandler, mit der Union erstens zu Resultaten zu kom- men, die zweitens dem geplanten Mitgliedervotum standhalten.