Mit Prof. Dr. Günther Krause wurde das „Dschungelcamp“ noch ein wenig bunter. Allerdings nur für zwei Tage. War eben alles ein bisschen viel für den Hallenser, der den verblichenen Sozialismus in den Farben der DDR ins Trash-Fernsehen einbrachte. Das System hatte Einigungs-Verhandler Krause dereinst selbst mit abgeschafft. Danach kam er als Bundesverkehrsminister richtig in Fahrt: „Sause-Krause“ machte Tempo beim Autobahnbau. Wegen Finanz-Mauscheleien verlor die Karriere an Dynamik.

Krause endete erst vorm Kadi, nun im Urwald. Der 66-Jährige scheut für ein paar Euro keine Peinlichkeit. Er lässt sich im Fernsehen von einer Blaskapelle hofieren, will aber Russisch statt Englisch reden und gibt noch ein bisschen mit seinen Merkel-Kontakten an. Alle Klischees vom provinziellen und tapsigen Ossi sind wie von RTL geplant erfüllt. Da halten sich nicht nur die Koalas die Augen zu. Danke, Herr Krause, dass Sie zurücksausen. Es ist besser für Ihre Gesundheit und unsere Nerven.