Rostock (dpa) l Eines der bekanntesten Gebäude von Warnemünde, der 1968 errichtete Teepott, muss dringend saniert werden. Metallteile rosten, das Dach ist an mehreren Stellen undicht und Stromleitungen sind nicht ausreichend gesichert, wie Friedemann Kunz, Gesellschafter des Fertighaus-Herstellers Scanhaus Marlow und Vorsitzender der Friedemann Kunz Familienstiftung, am Mittwoch sagte. Die Stiftung ist Besitzer des Bauwerks. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet. Zudem seien bei Sanierungsarbeiten zur Jahrtausendwende wichtige Träger durchtrennt worden.

Die Verkettung der vielen Mängel sei eine Katastrophe und der Zustand des Gebäudes sehr, sehr schlecht, zitierte die Zeitung einen Gutachter. Die veranschlagten Sanierungskosten würden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Der Teepott steht wegen seiner Dachkonstruktion unter Denkmalschutz.

In dem Gebäude sind unter anderem Restaurants. Es geht auf Ulrich Müther (1934-2007) zurück, der zu den prominentesten Bauingenieuren der DDR gehörte. Er wurde insbesondere durch seine effiziente Schalenbauweise bekannt, die weltweit exportiert wurde.

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