Reykjavik (dpa) | Bundeskanzlerin Angela Merkel fühlt sich in Island an die Kräfte der Natur erinnert. Ihre bisherige Bekanntschaft mit dem Land sei gewesen, dass sie wegen des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull 2010 nur über Umwege aus Amerika nach Deutschland zurückreisen konnte, sagte Merkel am Montagabend in der Sommerresidenz von Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir im Thingvellir-Nationalpark bei Reykjavik. Die Aschewolke des Vulkans hatte damals den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahmgelegt.

"Ich erwähne das deshalb, weil wir am Beispiel von Island noch einmal stärker lernen können, dass der Mensch mit der Natur pfleglich umgehen muss und dass er ein Stück Demut zeigen muss auch gegenüber der Natur", sagte Merkel. Es tue der Menschheit gut, ab und zu daran erinnert zu werden, welche Kraft, aber auch welche Schönheit die Natur habe, fügte sie hinzu.

Gute Beziehungen zu Island

An der Seite von Jakobsdóttir verwies Merkel auf die guten Beziehungen, die Deutschland und Island pflegten. Die beiden Länder verbinde viel, unter anderem durch Studenten und auch Touristen, die sich von der Faszination Islands begeistern ließen.

Merkel nimmt am Dienstag an einem informellen Sommertreffen der skandinavischen Regierungschefs in Island teil. Die Skandinavier haben die Kanzlerin diesmal als Gast eingeladen. Bei dem Treffen soll es unter anderem um das Thema Klimawandel gehen. Vorher besichtigt Merkel das Geothermie-Kraftwerk Hellisheidi.