Erfurt (dpa/sh) l Der Ausgang der Thüringer Landtagswahlen am 27. Oktober ist höchst ungewiss. Es zeichnet sich jedoch nach allen Umfragen ab, dass die bisherige Koalition aus Linken, SPD und Grünen keine Mehrheit erhalten dürfte. Die Linkspartei würde damit eine Trumpfkarte verlieren: Den einzigen Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland. Immerhin könnten Bodo Ramelow, der das Land regiert, und seine Linkspartei noch auf knapp 25 Prozent kommen.

Die CDU würde demnach als stärkste Partei 28 Prozent der Stimmen erreichen, für die AfD wären 20 Prozent drin. Die Werte für die SPD würden demnach elf und für die Grünen bei acht Prozent liegen. Die FDP zittert sich an der Fünf-Prozent-Marke entlang. Die wichtigsten Themen für die Thüringer sind Umfragen zufolge Migrationspolitik, Bildung und Kinderbetreuung.

Ministerpräsident Ramolow, derzeit Chef der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz, trommelt unverdrossen für die Interessen Thüringens und Ostdeutschlands. Gleich nach ihrer Wahl legte er EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die spezielle Interessenlage des Ostens „besonders ans Herz“.