Die Erneuerung bei den Christdemokraten personifizieren derzeit die auf dem Parteitag zur Generalsekretärin gewählte Annegret Kramp-Karrenbauer und Minister-Kandidat Jens Spahn. Für einen neuen Minister aus dem Osten ist jedoch kein Platz in der CDU. Das ist wenig zukunftsweisend. Es vertieft die noch immer bestehenden Gräben zwischen Ost und West und reißt neue auf. Angela Merkels sorgsam zusammengebasteltes Minister-Puzzle geht somit nicht auf. Die CDU-Vorsitzende will das freilich nicht wahrhaben und findet, sie persönlich sei als Ost-Anwältin im Kabinett ausreichend. Besonderen Ehrgeiz in dieser Richtung hat sie bisher gut verbergen können.

Nein, viele CDU-Mitglieder in Sachsen-Anhalt und anderswo in Ostdeutschland fühlen sich bei der eigenen Partei als fünftes Rad am Wagen. Das ist nicht gerade motivierend für die Christdemokraten, die der östlich der Elbe besonders starken AfD Wähler abjagen sollen. Ein Ost-Beauftragter ist da nur ein schwacher Trost.