London l Alte Politiker-Weisheit: Ist das Image im Keller, hilft zuverlässig – ein Hund. Aktuelles Beispiel: Brexit-Berserker Boris Johnson kann gerade dringend alles gebrauchen, was seinen Ruf aufpoliert. Beinahe zufällig schneit da ein süüüüüßer, 15 Wochen alter Jack Russel-Terrier in die Downing Street Nr. 10. Natürlich ein verlassenes Geschöpf aus dem Tierheim, das jetzt dringend Zuwendung und Wärme braucht. Und wer könnte beides besser mit vollen Händen verteilen, als, ähm, Boris Johnson. Böse Zungen mögen behaupten, dahinter steckt irgendein Kalkül. Neiiiin, niemals. Wie auch nicht bei Ex-US-Präsident George W. Bush (Terrier Barney) oder Thüringen-MP Bodo Ramelow (Russell-Mädchen Attila, sogar mit eigenem Twitter-Account).

Kommt ein Hobby-Psychologe des Weges und erklärt: Hunde kompensieren die Eigenschaften, bei denen Herrchen Defizite aufweist. Sowas wie Empathie, Aufmerksamkeit, Gelöstheit, Nahbarkeit. Womöglich gewinnen ja auch nicht Politiker Wahlen, sondern ihre Hunde. Mal drüber nachdenken. Wuff!