Frankfurt am Main l Wir können nur staunen. So wie die Handwerker 1994, denen Bau-Pleitier Schneider viele Millionen schuldig geblieben war. „Peanuts“ (Erdnüsse) waren das für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Eine lächerliche Summe im Tagesgeschäft eines echten Bänkers. Die Erde dreht sich weiter. Viele Milliarden Euro schwirren durch Glasfasern drumherum. Wir schreiben das Jahr 2018. Oops! Hat ein Angestellter der Deutschen Bank die IBAN-Nummer nicht richtig eingegeben? Aus Versehen landeten 28 Milliarden Euro auf dem falschen Konto. Kann ja mal passieren. Man überweist ja dauernd irgendwas. Peanuts. Das Geld sei aber nur wenige Minuten auf dem falschen Konto gewesen, versichert ein Sprecher der Bank.

Warum nicht wir? Bitte 28 Milliarden Euro für mein Konto! Vielleicht nur für wenige Tage, ein klitzekleiner Monat vielleicht. Für euch sind das Peanuts. Für uns verändert das das Leben. Endlich wird man ernst genommen vom Sparkassen-Filialleiter. Vielleicht spricht sich die Überweisung im Verein herum. Dass man nämlich eigentlich ein exzentrischer Milliardär ist. Dafür aber ganz umgänglich sei. Klar, würden sich die Anfragen wegen der Tombola häufen, aber die ein oder andere sähe einen ganz anders an - irgenwie viel intensiver - als vor der Überweisung ...

Die Chancen sind gar nicht so schlecht. Das „dysfunktionalste Unternehmen“ der Welt hat die Ex-IT-Chefin Kim Hammonds die Deutsche Bank genannt. Da fliegen schnell mal ein paar Milliarden Euro in die falsche Richtung. Und warum nicht auf das richtige Konto. Nämlich meins.