Ein Dolmetscher ist doch ein wahrlich guter Kamerad. Man sieht ihn nicht, doch oftmals ist er der kleine Mann im Ohr eines Politikers. Staatsempfang, anschließende Pressekonferenz und der ausländische Gast spricht in seiner Muttersprache. Mehr als sein gutes Recht. Dafür gibt es ja bereits erwähnte Profession. Auch in den Vereinigten Staaten gibt es Menschen mit diesem Berufsbild.

Doch angesichts des neuen Präsidenten werden sie wohl bald weniger Aufträge bekommen. Denn Donald Trump scheint ein Multitalent zu sein. Viel schlummert im ersten Manne im Staate, von dem wir alle noch gar nichts wissen. Seit wenigen Tagen spricht er nämlich auch noch Japanisch! Und das gleich so gut, dass er keinen Dolmetscher mehr beim Besuch von Japans Premier Shinzo Abe brauchte. Denn bei der anschließenden Presserunde, verzichtete Trump selbstverständlich auf den Knopf im Ohr, nickte eifrig und stimmte seinem Nachbarn zu.

Komisch war nur eine Szene: Plötzlich nahm Trump doch noch den Knopf ins Ohr. Kann er etwa doch kein Japanisch? War am Ende alles nur fake? Wir werden es beim nächsten Staatsbesuch ja sehen - ach halt, nein. Kanadas Premier Justin Trudeau spricht ja Englisch ...