Ismaning l Dass wegen der globalen Erwärmung irgendwann auch tropische Tiere in heimischen Gewässern auftauchen, war zu erwarten. Ein bisschen wunderte sich der Spaziergänger im bayerischen Ismaning doch, als plötzlich ein ausgewachsener Alligator aus den Fluten der Isar schaute. Einen Meter lang, furchteinflößendes Gebiss – der Mann rief sofort die Polizei. Als die Beamten wenig später eintrafen, war Krokodil nicht weitergeschwommen, sondern noch immer an derselben Stelle im Fluss. Es hatte sich in einem Ast verfangen. An demselben Ast hing, wie sich bei dem Polizeieinsatz herausstellte, auch noch eine sehr große Meeresschildkröte. Beide Tiere zeigten bei der Bergung keine Regung.

Hätte daran liegen können, dass sich die wechselwarmen Reptilien wegen des doch noch ziemlich kalten Isar-Wassers in eine Art Starre befanden. Am Ende waren sie aber doch nur ausgestopft. Jetzt fahndet die Polizei nach den Witzbolden, die Kroko und Schildi in den Fluss geworfen haben. Also doch nichts mit globaler Erwärmung. Zum Glück.