Berlin l CSU-Opa Horst Seehofer will im Ruhestand seine Memoiren schreiben. Er habe nicht die geringste Angst vor dem Ruhestand, sagte der 69 Jahre alte Bundesinnenminister. Seehofer sagte, er habe von der ersten Minute seiner langen politischen Laufbahn an alles für solch ein Erinnerungsbuch Wichtige gesammelt.

Der Bundesinnenminister will sich für seine Memoiren aber einen Ghostwriter suchen. Aber wer könnte so eine wichtige Aufgabe übernehmen? Vielleicht Ex-„Spiegel“-Reporter Claas Relotius. Der würde sicher keine Probleme damit haben, wenn Seehofer an der einen oder anderen Stelle nochmal nachbessern möchte, und großzügig am bayerischen Superlativ feilen.

Oder „Welt“-Korrespondent Robin Alexander, der als intimer Kenner des Berliner Polit-Betriebes gilt. Da wäre für Seehofer die Lektüre seiner eigenen Memoiren nicht so langweilig – Journalist Alexander hat sicher etliche Details aus den letzten Wochen parat, die auch Seehofer noch nicht kannte.

Und wenn das Buch ein Bestseller wird, ist auch eine Verfilmung wahrscheinlich. Würde Klaus Kinski noch leben, wäre er sicher die Idealbesetzung für den großen Seehofer. Auch Chuck Norris müsste sicher angesprochen werden, der ist schließlich auch bekannt dafür, alles kurz und klein zu schlagen.

Und wenn sich wider Erwarten niemand für die Rolle findet: Zur Not ist Horst Seehofer sicher auch bereit, sich selbst zu spielen. Ein großes Schauspieltalent wird ihm bereits jetzt nachgesagt.