Melbourne (dpa) l Der Mann ist am Mittwoch von einem Gericht in Melbourne zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Der Richter John Champion bezeichnete das Verbrechen als das schlimmste, das er je gesehen habe. Die meisten Fälle passierten auf den Philippinen, andere in Singapur und Indonesien.

Der Angeklagte suchte sich laut dem Richter Orte aus, an denen er leicht an kleine Jungen herankam. Es sei schwer, sich die Bilder und Videos anzusehen, tief "verstörend, gemein und traurig". Der 53-Jährige, der zwischen 2002 und 2017 mehr als 35.000 Fotos und 4800 Videos erstellte, muss nun mindestens 28 Jahre der Strafe absitzen.

Deutsche Ermittler fanden Bilder

Es gab in dem Fall eine Verbindung nach Deutschland. Der Mann missbrauchte auch einen Jungen 2004/2005 in Melbourne. 55 Bilder davon fanden deutsche Ermittler später in einem Ordner namens "jailbait", etwa: "Knastköder" oder "Versuchung, etwas zu tun, wofür Gefängnis steht".

Der Angeklage wurde nicht wegen der Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt. Er bekannte sich aber schuldig für 59 Taten, darunter Geschlechtsverkehr mit einem Kind und für die Herstellung von kinderpornografischem Material außerhalb Australiens. Einige seiner Opfer konnten nie identifiziert werden.